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WIR BRINGEN WEIN WIEDER AUF DEN TISCH

Wein verschwindet zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Die Medien haben andere Sorgen, die Branche beklagt ihr Schicksal. WINEPARTY hat eine andere Idee: Wir drucken unsere Geschichten auf Tischsets. Kostenlos. Weltweit. Und wer Wein verkauft, ausschenkt oder produziert, darf seinen Namen dazusetzen.

Wir erinnern uns an Zeiten – gar nicht lange her -, da war Wein ein selbstverständliches Thema der Öffentlichkeit. Zeitungen hatten Weinseiten, Magazine beschäftigten sich mit Winzern, Regionen, Jahrgängen und neuen Entwicklungen. Sie diskutierten über Parker-Punkte, Naturwein, Barrique, den richtigen Umgang mit Chardonnay und darüber, ob ein Malbec jemals so gut werden kann wie ein großer Bordeaux. Manchmal wurde dabei auch Unsinn geschrieben. Aber immerhin wurde geschrieben. Heute beschäftigt sich die Weinbranche bevorzugt mit ihrer Krise. Der Konsum geht zurück, die Keller sind voll, die jungen Menschen interessieren sich angeblich nur noch für Cocktails und Alkoholfreies - und die Medien berichten über Wein vor allem dann, wenn wieder irgendeine Statistik seinen bevorstehenden Untergang ankündigt. Oder wenn eine Gesundheitsorganisation erklärt, dass schon der erste Schluck ein Schritt in Richtung Friedhof sei. Die Branche reagiert darauf mit Positionspapieren und der Forderung nach besserer Kommunikation – oder gar nicht. Das ist ungefähr so, als würde man bei einem Wohnhausbrand zunächst einen Arbeitskreis zur Verbesserung der Löschwasserstrategie einberufen.

Wir von WINEPARTY haben uns etwas anderes überlegt. Wir bringen Wein wieder auf den Tisch. Buchstäblich. Ab sofort kann jeder Gastronom, jeder Winzer, jede Vinothek, jeder Weinverband und jeder Weinhändler aus unseren Artikeln eigene Tischsets gestalten. Kostenlos. Mit eigenem Namen und eigenem Logo. Als druckfertiges PDF, das sich auf einem gewöhnlichen Drucker ausgeben oder in größerer Auflage professionell herstellen lässt. Dafür haben wir einen eigenen Generator entwickelt. Man wählt beliebig viele WINEPARTY-Geschichten aus, entscheidet sich für eines von drei Layouts, fügt auf Wunsch sein Logo hinzu und bestimmt das Papierformat. A4 funktioniert. Wir empfehlen allerdings A3. Denn Wein braucht Platz. Und ein guter Text auch. Das Ergebnis ist eine Tischauflage, die dort liegt, wo sich Menschen ohnehin mit Wein beschäftigen sollten: im Restaurant, im Gasthaus, in der Weinbar, in der Vinothek, bei einer Verkostung oder beim Winzer selbst.

Der entscheidende Unterschied zu den üblichen Werbemitteln: Auf unseren Tischsets steht tatsächlich etwas zum Lesen. Keine wolkigen Behauptungen über einzigartige Genussmomente. Keine Hochglanzfotografie, auf der ein Winzer bedeutungsvoll in die Ferne blickt. Keine drei Absätze darüber, dass Wein eine Leidenschaft sei. Das wissen wir inzwischen. Wir liefern Geschichten – echten Journalismus. Über Menschen, die Wein machen. Über berühmte und unbekannte Weinregionen. Über Rebsorten, die niemand mehr kennt. Über die Geschichte des Weins, seine Gegenwart, seine Probleme und seine gelegentlichen Absurditäten. Über große Flaschen und kleine Betriebe. Über alles, was Wein interessant macht, sobald man aufhört, ihn ausschließlich als Handelsware zu betrachten.

Und jetzt stellen wir uns eine ganz gewöhnliche Situation vor. Vier Menschen sitzen in einem Restaurant. Die Speisekarten sind bereits eingesammelt, der Wein ist bestellt, das Essen lässt noch auf sich warten. Einer liest auf seinem Tischset eine Geschichte über einen Winzer, von dem er noch nie gehört hat. Seine Nachbarin liest etwas über die Krise des Weinbaus. Der Dritte entdeckt einen Text über einen außergewöhnlichen Jahrgang. Plötzlich wird über Wein gesprochen. Nicht über Promillegrenzen, Restalkohol oder die Frage, ob das zweite Glas gesundheitlich noch vertretbar ist. Sondern über Wein!

Es klingt vielleicht banal. Aber genau darin liegt die Idee. Besonders interessant wird es, wenn ein Gastronom verschiedene Tischsets ausdruckt und auf den Tischen verteilt. Dann liegen unterschiedliche Geschichten nebeneinander. Man kann sie vergleichen, darüber reden, widersprechen, sich gegenseitig etwas vorlesen. Ein Restaurant wird dadurch nicht zum Seminarraum. Es bleibt ein Restaurant. Aber die Gäste bekommen einen zusätzlichen, sehr gelassenen und niemals belehrenden Anlass, sich mit dem zu beschäftigen, was in ihren Gläsern steht.

Auch für Winzer ist das Werkzeug gedacht. Wer eine Verkostung veranstaltet, kann die Tischsets mit seinem eigenen Logo versehen und auslegen. Wer eine Buschenschank, eine Straußwirtschaft oder ein eigenes Restaurant betreibt, kann sie dort verwenden. Weinverbände können bei Veranstaltungen ihre Herkunftsregion sichtbar machen. Große Weinhändler und Weingüter können die Herstellung solcher Tischauflagen für Gastronomiebetriebe finanzieren und als Sponsoren mit ihrem Logo auftreten. Das ist Werbung, gewiss. Aber eine, bei der der Gast etwas davon hat. Der Gastronom bekommt kostenlos redaktionelle Inhalte für seine Tische. Der Winzer oder Weinhändler erhält eine zusätzliche Möglichkeit, sichtbar zu werden. WINEPARTY erreicht Menschen, die unsere Website womöglich noch nie besucht haben. Und der Gast bekommt Lesestoff, der im besten Fall interessanter ist als die Unterhaltung am Nebentisch. Alle gewinnen. Eine seltene Konstellation in der gegenwärtigen Weinwirtschaft. Mehr Win-Win geht eigentlich nicht.

Dahinter steht allerdings ein größerer Gedanke. Wein hat ein Öffentlichkeitsproblem. Und zwar eines, das sich nicht allein durch bessere Pressearbeit lösen lässt. Die klassischen Medien widmen dem Thema immer weniger Aufmerksamkeit. Die wenigen verbliebenen Weinseiten erreichen häufig Menschen, die sich ohnehin schon dafür interessieren. Der Rest der Bevölkerung bekommt vom Wein vor allem seine Probleme mitgeteilt. Wer neue Leser, neue Interessenten und irgendwann auch neue Weintrinker erreichen möchte, muss andere Wege finden. Wir glauben, dass die Gastronomie dafür einer der wichtigsten Orte überhaupt ist. Hier wird Wein nicht abstrakt diskutiert. Hier steht er auf dem Tisch. Hier kann man ihn riechen, schmecken, mit dem Essen vergleichen und mit anderen Menschen darüber sprechen. Hier braucht es keine komplizierte Erklärung dafür, weshalb sich jemand mit Wein beschäftigen sollte. Das Glas steht bereits vor ihm. Und genau dort wollen wir mit unseren Geschichten hin.

Dabei denken wir längst nicht mehr ausschließlich an Österreich, Deutschland und die Schweiz. Seit zwei Wochen hat WINEPARTY mehr internationale Leser als Leser aus dem deutschsprachigen Raum. Das ist für ein ursprünglich deutschsprachiges Weinmagazin eine bemerkenswerte Entwicklung. Und es verändert unseren Blick auf die eigene Arbeit. Wein ist schließlich ein internationales Kulturgut. Die Probleme seiner öffentlichen Wahrnehmung enden nicht an der österreichischen Grenze. Sie beschäftigen Winzer in Frankreich ebenso wie in Italien, Spanien, Griechenland, den USA oder Südafrika. Überall gibt es Restaurants, Vinotheken und Verkostungen. Überall sitzen Menschen an Tischen. Und überall kann eine gute Geschichte das Interesse an einem Wein wecken, den man sonst nie bestellt hätte. Deshalb ist unser Tischset-Generator auch international gedacht. Die Bedienung lässt sich sprachlich anpassen. Das Prinzip funktioniert unabhängig davon, ob ein Gastgeber in Wien, Bordeaux, New York oder Kapstadt sitzt. Drei oder vier Artikel auswählen. Layout bestimmen. Eigenes Logo einsetzen. A3 wählen. PDF herunterladen. Drucken. Fertig. Wer möchte, das raten wir an, kann die Tischsets regelmäßig wechseln. Die Geschichten auf WINEPARTY werden schließlich nicht weniger. Und ein Restaurant, das seine Gäste immer wieder mit neuen Texten überrascht, hat einen zusätzlichen Grund geschaffen, weshalb man gerne wiederkommt.

Natürlich wird ein bedrucktes Stück Papier die Krise des internationalen Weinbaus nicht lösen. Wir sind Journalisten, keine Wunderheiler. Und wir wissen, dass Menschen nicht automatisch mehr Wein trinken, nur weil sie etwas darüber gelesen haben. Aber sie müssen überhaupt erst wieder auf die Idee kommen, sich für Wein zu interessieren. Das ist der Punkt. Eine Branche, die beklagt, dass niemand mehr über sie spricht, sollte jede Gelegenheit nutzen, selbst ein Gespräch anzustoßen. Die Gastronomie besitzt dafür etwas, das den Medien zunehmend fehlt: unmittelbaren Kontakt zu Menschen, die gerade genießen wollen. Wir stellen die Geschichten zur Verfügung. Kostenlos. Die Gastronomen, Winzer, Verbände und Händler stellen die Tische zur Verfügung. Und die Gäste entscheiden selbst, ob sie lesen, diskutieren oder einfach nur ihren Teller darauf abstellen. Auch das ist erlaubt. Uns wäre allerdings lieber, sie würden nach der Lektüre noch ein Glas Wein bestellen.

Denn wenn der Wein aus den Zeitungen verschwindet, muss er eben dorthin zurück, wo er hingehört: mitten unter die Menschen. Und auf den Tisch.

Hier geht es zum kostenlosen WINEPARTY-Tischset-Generator: https://wineparty.wine/tischauflage/