The Stable Genie hat beschlossen, mit seinen engsten Verbündeten und mit China einen Zollkrieg, einen Handelskrieg, zu beginnen, weil The Stable Genie denkt, die Einnahmen durch Zölle könnten die Verluste durch Zölle decken – wenn nicht sogar der Deal eines Gewinns bei rauskommt. Antwort: Ne, is nich! Aber natürlich sind Argumente gegen seinen stumpfen Irrsinn zwecklos. Wir sehen also bei Ruinieren zu und können wenig gegen machen.
But halt!
Because there is an opportunity to follow up where the USA is now withdrawing in a self-imposed and self-assuredly stupid manner: to follow up where US products are currently being thrown out of the country on a massive scale – in Canada!
Denn Kanada hat beschlossen, US-Alkoholprodukte aus den Regalen zu verbannen – eine Reaktion auf die von Präsident Trump verhängten Zölle. Die Liquor Control Board of Ontario (LCBO), einer der größten Alkoholhändler in der Provinz, hat angekündigt, über 3.600 US-Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Darunter jede Menge Spirituosen, Buorbon & Konsorten. Aber auch, und vor allem, Weine aus den USA. Vom einfachen Gallo-Chardonnay bis hin zum Opus One.
Eine Billion Dollar Marktvolumen wird frei
Durch diesen Boykott entsteht eine Lücke im kanadischen Markt, die sich auf rund eine Billion Dollar summiert. Eine gigantische Chance für Weinproduzenten weltweit, insbesondere auch für deutsche und österreichische Winzer, die für ihre Qualitätsweine bekannt sind, die den europäischen Solidarbonus genießen. Doch anstatt diese Gelegenheit zu nutzen, scheinen die verantwortlichen Institutionen – das Deutsche Weininstitut (DWI) und die Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) – in Starre zu verharren, wie denn der Absatzkrise zu begegnen sei. Ganz sicher: die ÖWM befreit sich von dieser Starre schneller und effektiver als das DWI. Vor allem aber, was von Vorteil sein kann: staatliche und halbstaatliche Verbände können in Kanada mit dem staatlichen Alkohol-Monopol reden. Und die Karten neu mischen – in schnell zu vereinbarenden Gesprächen nur zwischen zwei Akteuren.
DWI: Schlafwandler in der Weinkrise
Es ist erstaunlich, wie wenig proaktiv die nationale Weininstitute auf diese Entwicklung reagieren. Statt mit gezielten Marketingstrategien und Initiativen den kanadischen Markt zu erobern, übt man sich in Passivität. Die deutschen Winzer haben bereits unter den US-Strafzöllen gelitten, die ihre Exporte in die USA erschwerten. Doch anstatt aus der Not eine Tugend zu machen und neue Märkte zu erschließen, fehlt es an disruptiven Ansätzen und dem Mut, das Momentum zu erkennen und zu nutzen.
Eine verpasste Chance!
Die aktuelle Situation in Kanada bietet eine einmalige Gelegenheit, deutsche und österreichische Weine dauerhaft am kanadischen Markt zu etablieren. Doch ohne entschlossenes Handeln und innovative Strategien werden diese Chancen ungenutzt verstreichen. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen endlich aufwachen und die Zeichen der Zeit erkennen, bevor der Zug abgefahren ist und andere europäische Nationen die erkannte Lücke nutzen.
Don’t talk! Do!