Heute wollen wir nur wenige Zeilen schreiben, sondern Dirk Würz, geschäftsführender Gesellschafter bei St. Antony in Nierstein in Rheinhessen, über Demeter sprechen lassen, das/die hier, in der Interpretation auf St. Antony, eine stupende Moderne darstellt. Gibt es ein Für und Wider? Gibt es ein Sein und Nichtsein mit Demeter? Hören wir doch gemeinsam mal jemand zu, der sich da wirklich auskennt.

Viele wahre Worte und lobenswerte Ehrlichkeit zur Monokultur, dem Wasserverbrauch und dem Kupfer. Ebenso zur Wertigkeit.
Was ich nicht verstehe ist, warum es das Demeter-Zertifikat braucht. Man kann den ökologischen Weinbau auch ohne Demeter-Korsett auf die Spitze treiben. Alle ökologischen Aspekte der Biodynamie finde ich großartig. Darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren.
Aber wenn es um die Feld- und Kompostpräparate geht … puh. Rinderdung in Hörnern zu vergraben, auf kosmische Befruchtung zu warten und den so gewonnenen “Kräftegehalt” auf den Boden und die Pflanze spritzen – das ist Alchemie. Auch der eingegrabene Quarz, der unter der Erde sommerlichem Licht ausgesetzt wird … himmelschreiend für mich. Diese im Präparat gesammelte Lichtenergie würde den Pflanzenstoffwechsel ordnen. Als ob der ungeordnet ablaufen könnte.
Das Geweih des Rothirsch, das überschüssige Kräfte wie Antennen abgibt (im Gegensatz zum Kuhhorn, das Kräfte speichert – warum?), dafür kosmische Kräfte aufnimmt, die dann in die Harnblase des Rothirsches gelangen, in welche Schafgarbenblüten (wegen ihrer Form!) gestopft werden, um dann über den Winter vergraben zu werden … Ich zitiere hier das Handbuch des biologisch dynamischen Weinbaus von Demeter.
Nicht genug: Kamille wird im Kuhdarm vergraben, Eichenrinde im Schädel eines Haustiers, Löwenzahn im Bauchfell eines Rindes …
Das alles ist akzentuiert wissenschaftsfeindlich, rückwärts gewandt und damit für mich gefährlich. Trump im Weinbau. Kellermeister Kickl. Deshalb lehne ich Demeter als Idee ab und kann nicht verstehen, warum selbst kluge Menschen wie Dirk Würz dieses Zertifikat als erstrebenswert erachten.