In unserer Jugend, und das gilt nur für die älteren Macher der Wineparty, nicht für ihre jungen Mitarbeiter: In unserer Jugend, den 1970er- und 1980er-Jahren, gab es zwei Gruppen von Weintrinkern. Erstens: die Weinenthusiasten, Menschen mit Geld, Bildung und damals durchgängig konservativem Weltbild, die viel Geld und Zeit einsetzten, die besten Jahrgänge traditioneller Weine in ihrem Keller zu lagern um diese Weine Jahre später zu trinken. Und zweitens: die, die Wein täglich tranken, ohne groß auf Marke und Qualität zu achten.
Die Weinpresse dieser Tage war fast ausschließlich Diener ihrer selbst: Einlandungen, Sternedinner, nur die besten Flaschen, alles auf Kosten großer, namhafter Winzer, die in den Artikeln, damals alle auf Papier, selbstredend und selbstredend massiv gelobt, zuhauf vorkamen. Da die Weinpresse in ihren Auflagezahlen damals absolut irrelevant war, fiel das auch keinem auf. Freilich gab es Ausnahmen: Wolfram Siebeck etwa, der im STERN und später in DIE ZEIT nicht nur über Essen, sondern auch über Weine schrieb (und sehr spät erst über Weine, die nicht aus Frankreich kamen), und dann etwa auch die Feinschmecker-Redaktion, die sich damals wie heute seriös und auf Basis des journalistischen Regelwerks mit Weinen und ihren Winzern beschäftigt.
Dann kam der Weinboom, dann kam Robert Parker jr., der große Disruptor, der heute als Rentner zwar keine Bedeutung mehr hat, aber sein Regelwerk der Punktevergabe zementieren konnte. Mit Parker und dem Weinboom kamen auch die Weinzeitschriften, die in Deutschland zwar seriös geführt werden, aber sich in Sachen Journalismus einen Käfig gezimmert haben, aus dem schwer wieder auszubrechen ist: einen Käfig der Betulichkeit, aus dem hinaus man nur schwer gegen die gegenwärtige Krise des Weinbaus anschreiben kann.
Das Wichtigste aber: es gibt kaum Diskurs zu Themen, die das schöne Weinbild aus dem 20ten-Jahrhundert vielleicht stören könnten.
Die Wineparty ist 21tes-Jahrhundert und führt das fort, was ihr Chefredakteur schon mit seinen Artikeln in DIE ZEIT und in der WELT am SONNTAG, sowie auf Captain-Cork, im Magazin SCHLUCK und auch in der ersten Wineparty begonnen hatte: Weinjournalismus, der „normaler“ Journalismus ist – kritisch, objektiv, dann meinungsstark und im Leben eingebettet. Wein, so die Wineparty in diesem fortgesetzten Konzept, ist Teil der Gesellschaft. In der Breite nichts Exklusives, sondern im Alltag verschränkt. Und über diese Weine, diese Winzer, die Entwicklung der Gesellschaft zum Wein, mit Wein und auch gegen Wein: über das alles gilt es so zu berichten, wie es jedes journalistische Tagesmedium tut – frei von Dünkel.
Weinmedien müssen sich finanzieren. Wir, ein Gratismedium, wollen hier andere Wege gehen, als konventionelle Weinmedien das tun. Das bedeutet, dass wir nicht rasend drauf aus sind, unsere Tätigkeit mit Weinwettbewerben, Messen und Preisverleihungs-Events zu finanzieren – allesamt legitime Möglichkeiten, ein Weinmedium aktiv zu halten. Wir von der Wineparty wollen eine Graswurzelbewegung sein und bleiben, an der jeder teilnehmen kann – inklusiv bis zu Gehtnichtmehr; mit exklusiven Geschichten, mit dem Abbilden des alltäglichen Lebens mit Wein. Wein braucht Propaganda, die findet er am besten dort, die kreiert er am besten dort, wo er im Alltag eingebettet ist.
Journalismus ist nicht dazu da, zu gefallen. Gefällt er, dann hat er Aufklärung, Kritik und Unterhaltung gut in einem Stil vereint, der seine Anhänger und Leser verlässlich in der Gesellschaft findet. Dass manche Themen sehr kontrovers aufgefasst werden können, ist Alltag im Journalismus. Dass sehr kontroverse Themen im Weinjournalismus kaum artikuliert und verhandelt werden, zeigt eben genau die Schwäche auf, die sich der Weinjournalismus seit Jahren schon mit dem Blick auf Inserate und Unterstützer leistet. Wie vorhin gesagt: das alles ist verständlich und legitim. Es ist aber kein unabhängiger Journalismus, wie ihn die Redaktion der Wineparty favorisiert. Wir wollen und werden uns in keinerlei Abhängigkeit begeben.
Wenn Sie, liebes Unternehmen, liebe Organisation, lieber Weinmensch oder einfach Fan der Wineparty, uns unterstützen wollen: Hier sind drei Pakete, die locker andocken und trotzdem konkret etwas bringen.
+) MOTHERS LITTLE HELPER: Für € 10,00/Monat stellen wir Sie auf unserer Unterstützerplattform vor. Dort können Sie Ihr Unternehmen, Ihre Organisation oder Ihr Projekt verlinken und in eigenen Worten beschreiben: kurz, locker, ohne Werbeprospekt-Ton. Mit dabei: ein Signatur-Aufkleber: „Unterstützer der Wineparty.“
+) COLLECTING THE POINTS: Für € 25,00/Monat gibt es zusätzlich eine redaktionelle Einordnung. Für Weinbetriebe kann das weiter über eingesandte Verkostungsflaschen und Punkte laufen. Für Unternehmen und Organisationen ohne Weinflaschen machen wir die Alternative: ein kompaktes Wineparty-Profil mit Blick auf Angebot, Haltung, Publikum und Auftritt. Diese Einordnungen werden auf der Wineparty und in unserer DRINK!-Social-Media-Extension prominent platziert.
+) WINE BUCKET BRAND MARKETING: Für € 95,00 im Monat erhalten die Zeichner dieser Option zusätzlich zu den Leistungen der anderen beiden Pakete einen monatlichen Insider-Newsletter und jeden Monat 7 Tage lang ein Pop-Up-Inserat auf der Startseite, vor jedem aufgerufenen Artikel auf WINEPARTY und in unserer DRINK!-Social-Media-Extension – was maximale und wiederholte Sichtbarkeit bedeutet.
Darüber hinaus können Sie auf DRINK! mit Ihrem Unternehmenslogo und einem Link zu Website, Shop, Projektseite oder Kampagne auftauchen. Über eine Schnittstelle können passende Wineparty- oder DRINK!-Inhalte auf Ihrer eigenen Website eingebunden werden. Zudem entwickeln wir mit zeichnenden Unternehmen und Organisationen redaktionelle Beiträge über Marke, Thema, Produkt oder Projekt – Beiträge, die wir gemeinsam mit Ihnen gestalten.
Und selbstredend stehen wir für größere Inseratenbuchungen, über das Maß der Pakete hinaus, zur Verfügung.
Die Beträge werden monatlich von einer Ihrer Kreditkarten abgebucht – das ist systemisch die unkomplizierte Variante. Mit Abschluss des Abos erhalten Sie eine Vertragsübersicht per E-Mail. Rechnungen an Unternehmen und Private werden automatisch ausgestellt. Das Paket MOTHERS LITTLE HELPER kann jederzeit gekündigt werden, für die anderen Pakete gilt dasselbe; nur entfallen bei einem Ausstieg die jeweils offenen Leistungen des laufenden Pakets, etwa Punktevergabe, Profilarbeit oder Task-Force zu Marke und Positionierung.
Zusätzlich zu den Paketen, aber auch anstelle, gibt es die Möglichkeit, klassisch auf Wineparty als Werbetreibender aufzutreten. Das beinhaltet sowohl klassische Bannerwerbung wie auch Clips (Bild oder Audio), die bei uns in Film- oder Podcastbeiträge eingebunden werden. Als erste Partner haben dies KATE & KON in Anspruch genommen.
Wir hoffen, dass Sie hier ein für Sie geeignetes Paket finden und schließen mit dem (von uns ergänzten) Satz der drei Neffen Donald Ducks, Tick, Trick und Track: Wir wollen ewig sein ein einig Volk von Schwestern und Brüdern.
